Gemengerot vum 14 Oktober 2016

Die Biotonne kommt
Gemeinderat Grevenmacher: keine zusätzlichen Kosten bei den Mülltaxen

Grevenmacher. Nach einer Testphase wird die „braune Tonne” nun ab dem 1. Januar 2017 offiziell in Grevenmacher eingeführt. Dies wurde anlässlich der jüngsten Gemeinderatssitzung beschlossen.
Die Erfahrungen mit den Biotonnen hätten verdeutlicht, dass die organischen Abfälle weiter zunehmen würden, hieß es. Die Bürger würden diesen Schritt, die organischen Abfälle zu trennen, gerne wagen, müssten sich jedoch noch an die Biotonne gewöhnen, meinte Schöffe Marc Krier (Déi Gréng), als er das Projekt vorstellte. Weiter erklärte er, dass die Bürger keine zusätzliche finanzielle Belastung zu erwarten hätten, da die braune Tonne bereits in den bestehenden Mülltaxen berücksichtigt werde.
René Sertznig (DP) zeigte sich allerdings nicht besonders überzeugt von der Einführung dieser Biotonne für Einzelhaushalte. Seiner Ansicht nach würden in den Haushalten zu wenig organische Abfälle anfallen, so dass der technische Aufwand sich nicht lohne. In öffentlichen Einrichtungen, wie etwa der „Maison Relais“ oder dem CIPA Grevenmacher sei dies hingegen von Vorteil. Nach dieser Ausführung wunderte es nicht, dass die DP-Fraktion sich bei der Abstimmung enthielt.
Des Weiteren befassten sich die Gemeinderatsmitglieder mit folgenden Punkten:
Kirchen. Sowohl von der Dekanatskirche als auch von der Kreuzkapelle gibt es keinen notariell bekundeten Besitznachweis. In einem Treffen einigten sich der Schöffenrat, der Dechant und der Präsident der Kirchenfabrik darauf, dass die Gemeinde die beiden Gotteshäuser übernehmen wird.
Bürgermeister Léon Gloden (CSV) begründete diese Entscheidung wie folgt: Seit jeher prägen die beiden Gebäude die Silhouette der Stadt Grevenmacher. Die beiden Kirchen seien historisch wertvoll und in puncto Denkmalschutz äußerst interessant. Außerdem sei die Kreuzkapelle ein Mahnmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs. Und nicht zuletzt sei die Übernahme der beiden Gebäude ganz im Sinne des größten Teils der Bevölkerung.
Mit der Einigung, die von sämtlichen Ratsmitgliedern verabschiedet wurde, seien die Kirchen der Stadt Grevenmacher nun in kommunaler Hand. Und: „Nun können wir der ungewissen Entwicklung mit Ruhe und Zuversicht entgegensehen“, hieß es. Die Gebäude sollen dann später an den künftigen Fonds weiter vermietet werden. Die diesbezügliche Vereinbarung wird ausgearbeitet.
Regionale Musikschule Grevenmacher. Die Gemeinde beteiligt sich zum Teil an den Einschreibgebühren für die regionale Musikschule. Für die aktiven Mitglieder eines Musikvereins aus der Gemeinde zahlt die Gemeinde einen Beitrag von 400 Euro pro Person, der in Form eines Subsids ausgezahlt wird. Zurzeit betrifft dies zehn Schüler.

GS
Luxemburger Wort vom Samstag, 15. Oktober 2016,

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